| Eine kurze wissenschaftliche Abhandlung, mit dem der Verfasser die
Erlangung von Geld, Macht, Ruhm und Anerkennung bezweckt:
Vorwort des Verfassers:
Geschichte ist ein Prozess, dessen Gesetzen wir täglich , oft ohne es uns bewusst zu machen, ausgeliefert
sind. Jede unserer Handlungen wirkt mehr oder weniger auf diesen Prozess der Geschichte ein und produziert
auf diese Weise neue ‘Ausgangssituationen’, die den weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen. Es ist also
festzuhalten, das wir die Geschichte bestimmen und selbst von der Geschichte bestimmt werden. Die Menschen
neigen dazu lediglich die Vergangenheit als Geschichte zu begreifen. Man beschäftigt sich also in seiner
eigenen Gegenwart mit Ereignissen in der Vergangenheit, die die weitere Geschichte der Menschheit oder
eines Teils der Menschheit mehr oder weniger stark beeinflusst haben. Selbverständlich können diese
geschichtlichen Betrachtungen zu einem bestimmten Ereignis oder einer Kette von Ereignissen immer nur einen
kleinen Teil des wirklichen Geschehens erfassen und bewerten. Ein Beispiel hierzu wäre der 9. November 1989.
Wenn sie einen Historiker nach diesem Datum fragen wird er ihnen irgendetwas von der Öffnung der Grenze
zur DDR erzählen. Er wird dieses Ereignis als sehr wichtig einstufen und sich eine halbe Ewigkeit darüber
auslassen. Aber er wird ihnen nicht sagen können, dass möglicherweise an genau diesem Tag Peter Müller aus
Bremen an Dünnschiss litt nachdem er Fisch von minderer Qualität verspeist hatte. Peter Müller litt
möglicherweise eine ganze Woche an sehr starkem Dünnschiss. Wenn sie also Peter Müller nach dem erwähnten
Datum fragen wird er ihnen von ganz anderen Dingen erzählen als ein Historiker. Was wir daraus lernen ist,
dass für jeden Menschen andere geschichtliche Ereignisse in den Vordergrund treten. Inwieweit und für wen
der Leistungskurs Gemeinschaftskunde bei Frau Guckert - Damian der Schuljahre 2000/2001 und 2001/2002 in
der Zukunft von Bedeutung sein wird überlasse ich den zukünftigen Historikern. Dieser Text erhebt den
Anspruch dem Leser ein möglichst genaues und umfassendes Bild der damaligen Ereignisse zu vermitteln.
Dies geschieht auf eine langweilige, staubtrockene, hochwissenschaftliche und völlig unkreative Weise -
also überlegen sie es sich genau ob sie weiterlesen.
Der historische Kontext:
Das Wirken des zu behandelnden Leistungskurses Gemeinschaftskunde bei Frau Guckert-Damian beschränkt
sich auf die Jahre 2000 - 2002. Deutschland wird seit 1998 von einer Koalition von SPD und den Grünen
unter dem Kanzler Gerhard Schröder regiert. Die Menschen sind täglich mit unvorstellbar großem Leid
konfrontiert, dem mit folgenden Sätzen Ausdruck verliehen wird: ‘So ein scheiß, isch hab schun widda
kän Empfang, scheiß E-Plus’, ‘Oh Gott, ich habe einen Fleck auf meiner neuen Hose’, ‘Ey so ein Dreck,
jetzt hab isch drei Freistunde unn muss in derä scheiß Schul rumhoggä’, ‘Ey Fuck, morgä hab isch Mathe
in der erschdä’, ‘Es ist zum heulen, ich weiß nicht was ich morgen anziehen soll.’, ‘Oh nein, mein
Ferrari 23498,dfo,303 Turbo Booster 5,4 mit 45 Zylindern, zuschaltbarem Raketenantrieb, 8000 PS und
Sitzbezügen aus Leder, das aus dem Glied des Pottwals gefertigt wurde, hat im Lack einen Kratzer von
einem Millimeter Länge.’ Diese Sätze zeigen auch wie es um das politische Interesse der Menschen im
Allgemeinen bestellt ist. Auch im Gauß - Gymnasium - Hockenheim, der zweijährigen Wirkungsstätte
des Leistungskurses, welches mit eiserner Hand von Herrn Dr. W. geführt wird, und von manchen externen
Kritikern ...... sind diese Tendenzen auch heute noch spürbar.
Das Gauß - Gymnasium ist zur damaligen Zeit ein dem Kultusministerium unterstelltes Gebäude, in dem
verbeamtete Lehrer sogenannten "Schülern" Wissen vermitteln. Man könnte es auch als Bildungsanstalt
bezeichnen, wobei für viele Schüler der Schwerpunkt auf Anstalt zu legen ist.
Die freiwillige Wahl des Leistungskurses Gemeinschaftskunde von seinen Mitgliedern scheint für die
damalige historische Situation, die von allem nur nicht von einem hohen Grad an Politisierung der
Bevölkerung gekennzeichnet ist, also extrem untypisch zu sein. Die Gründe für dieses Wahlverhalten
liegen sicherlich in persönlichen Motiven und Zielsetzungen der einzelnen Wähler und werden später
noch beleuchtet. Zum historischen Kontext gehören natürlich auch die geographischen Bedingungen,
unter denen der Leistungskurs zwei Jahre an seiner Wirkungsstätte arbeitet. Die große Kreisstadt
Hockenheim, die zur damaligen Zeit zweifellos als Metropole vergleichbar mit New York oder Paris
verstanden werden kann, beeinflusst ganz wesentlich die Arbeit des Leistungskurses. Hier kommen
die Mitglieder des Leistungskurses zum ersten Mal mit der kulturellen und politischen Avantgarde
der damaligen Zeit in Berührung. Der sogenannte "Hockenheimer Mai", Waldfeste und der Treffpunkt
der Lebenskünstler und Schriftsteller, das "Et cetera", sind die Orte, an denen die Kursmitglieder
Politik erleben. Die dort gewonnenen Erfahrungen tragen die Mitglieder dann in das elitäre
Gauß - Gymnasium, das in den Jahren von 2000 bis 2002 wie heute als die härteste Ausbildungsmaschinerie
des Landes gilt und Spitzenkräfte am laufenden Band hervorbringt. Nur wer alle diese Tatsachen
im Hinterkopf behält, kann den Leistungskurs Gemeinschaftskunde richtig verstehen.
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