LK - Bericht Englisch (Felsmann)


Die Legende des einzigartigen Triem Team 5.8

Alles begann in den Sommerferien 2000. Es war durchgesickert, dass der vermeintlich "nette" Herr Felsmann unser Lehrer im Leistungskurs Englisch werden sollte. Durch zahlreiche Gerüchte und auch den Abizeitungsbericht des Vorgänger - LKs (Abi 2000 Kabitulation) hatte man folglich schon gewisse negative Vorahnungen. Auf dem Reilinger Straßenfest verstärkten sich diese durch Erzählungen von einem gewissen Wurstdieb, der hier nicht näher genannt werden will. In der Folge betäubte man seine Angst mit reichlich Alkohol und konnte so schließlich doch ganz zuversichtlich in die Zukunft schauen.
Montags morgens stellte man dann erst einmal fest, dass man in dem wohl geilsten LK mit lauter "Gleichgesinnten" (Erklärung: homogene Gruppe, die das gleiche Ziel vor Augen hat, welches darin besteht in kurzer Zeit möglichst viel Alk zu konsumieren) gelandet war und, dass der Unterricht und vor allem die LK Treffs wohl einiges an Spaß bedeuten würden. Unser Großmeister Felsmann war auch schon in Hochform und machte leider einige viel Arbeit verheißende Ankündigungen. Er setzte uns in Kenntnis, dass er viel verlangt aber dafür auch einiges zurückgibt. Bis zur ersten Klausur verlief der Unterricht bis auf ein paar kleinere Streitereien relativ harmonisch. Nach diesem Erlebnis, das für manche Mitglieder unseres Kurses wohl eine mittlere bis schwere Katastrophe bedeutete, und vor allem den eher mäßigen Resultaten stellte der Kurs jedoch fest, dass unser Englischlehrer ?relativ viel? verlangt und dies sollte sich auch die ganze Zeit über nicht mehr ändern. Da wir jedoch alle sehr humorvolle Menschen sind, die sich auch über sich selbst amüsieren können wurde nach einer Klausur mit dem Traumschnitt von 5,8 das legendäre, einzigartige und unnachahmliche "Triem Team 5,8" gegründet. Auch unser Tutor konnte über unseren neuen Kult, der sogar über eine eigene Hompage verfügt, lachen und druckte unser Logo auch mehrfach auf unsere Klausuren.

Mittlerweile hatte der Kurs auch einige "Merkwürdigkeiten" erkannt. So bestand der Kurs ausschließlich aus geilen Kerls (Erklärung: männliche Wesen, die geile Aktionen mit Alk abziehen). Dies war vielleicht ein Resultat der zahlreichen lockeren Sprüche von Rainer gegenüber weiblichen Wesen (Erklärung: Vermeintliche Spaßbremsen, die keine geilen Aktionen mit Alk abziehen). Diese Tatsache war dem Unterhaltungsfaktor des Kurses jedoch eher zuträglich und so konnte man auch mal über "Männerthemen" diskutieren und über politisch zweifelhafte Sprüche unbeschwert und herzhaft lachen.
Auch hatte der Kurs sich zu Anfang über die mehr als doppelt so guten Schnitte der anderen Englisch Lks gewundert und auch ein bisschen geärgert. Nach genauerer Betrachtung der Ursachen hatte man jedoch akzeptiert, dass es wohl "niedrige, mittlere und hohe" Anforderungen gibt, und dass manche Lehrer wohl alles tun um möglichst gute Schnitte zu erreichen. Man stellt sich nach der Lektüre von Klausuren des Beck Lks und des Koch Lks wirklich die Frage welche die Ursachen für "solche Unverschämtheiten" sind. Wahrscheinlich gehen diese in die Richtung: "Ihr macht mir keinen Ärger und ich euch gute Noten. Ihr habt die guten Noten und ich stehe als Spitzenpädagoge da." Oder warum werden in manchen LKs Klausuren auf Anweisung des Lehrers in Gruppenarbeit gelöst und mit einer teilweise gruppeneinheitlichen Benotung versehen??? Wo bleiben hier die individuellen Einzelleistungen der Schüler, Frau Koch?

Da man den Kurs nun mal nicht wechseln kann und es im Leben naturgemäß "Ungerechtigkeiten" gibt akzeptierte der Kurs die etwas höheren Anforderungen von Rainer F. ( keine Kritik an ihm sondern an seinen Kollegen, die das Abi anscheinend sehr freigiebig behandeln) und man hatte mit ihm sehr viel Spaß im Unterricht mit traumhaften Themen und Dialogen. Es wurde bei uns immer sehr viel gelacht wobei die "Diskussionen und Streitgespräche" zwischen Dennis und unserem Chef immer von besonderer Qualität waren. Auch offenbarte Rainer (Rainer, Rainer who the fuck is Rainer?) schauspielerische Fähigkeiten die besonders bei Brave New World und den Monologen von MacBeth vorzüglich zur Geltung kamen und den ganzen Kurs regelmäßig in Hochstimmung versetzte. Auch die Tobsuchtsanfälle unseres Chefs über unser Unwissen und unsere "Leistungen" in den Klausuren, die auch in wüsten Schimpftiraden und Drohungen gipfelten, waren etwas ganz besonderes.
Leider wurde das Triem Team 5,8 durch den Abgang von Haas, Rohrle, Jens und Pete nach 12.2 geschwächt und nach 13.1 war auch noch der Abgang vom Lehmi zu verschmerzen.

Ein besonderes Highlight waren die LK - Treffs, die zumeist auf der Kegelbahn bei der sogenannten "geilen Kroatin", zu der Flo ein ganz besonderes Verhältnis hat, stattfanden und immer nach dem gleichen Schema abliefen. Zunächst wurde viel getrunken wobei natürlich der Alk im Vordergrund stand. Danach wurden zahlreiche nicht immer auch geistreiche Gespräche geführt und parallel dazu wurde natürlich auch ein bisschen gekegelt. Auch wenn manche die sanitären Anlagen "beschmutzten" ( Gell Pete. Kotzen tut man ins Klo) waren wir immer extrem beliebt, da wir regelmäßig für Umsatzrekorde sorgten. Des öfteren kam es im Anschluss an das Kegeln noch zu einem "gemütlichen Beisammensein" im "Kultkeller" der für einige (Fuchse und Keiler) schickige Erlebnisse bereithielt. Ein ganz besonderer Abend - für den wir uns noch mal alle bedanken möchten- war der LK - Treff beim Rainer F. zu Hause mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften schwäbischen und internationalen Köstlichkeiten sowie Bier aus Fässern. Auch die Tatsache, dass sich unser Leader spontan dazu bereit erklärte mit Frau Guckert-Damian und dem Gemeinschaftskunde LK, der fast ausschließlich aus Triem Team Mitgliedern besteht, nach München zu fahren war sehr nett. Weiterhin war der Kurs von seinem lockeren Verhalten im privaten Umfeld sehr angetan und hatte sehr viel Spaß( besonders Kieferle, Keiler und Bernie beim gemeinsamen Essen). Auch das extrem gute Kabarett, das auch Bezug zum Unterricht hatte und vor allem auf die USA einging, sorgte für allgemeine Erheiterung und beseitigte letzte Differenzen zwischen den Kursmitgliedern und dem Chief.

Darüberhinaus gab es durch die Mitglieder des Triem Teams zahlreiche außerschulische Unternehmungen, die im ganzen Kurs und auch bei R.F. für Vergnügen sorgten als zum Beispiel bekannt wurde, dass und warum bestimmte Personen ( Den Namen will ich hier nicht nennen aber es war nicht der von dem man es erwarten könnte) nach einem gemeinsamen Besuch eines Fußballspiels die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen durften. Auch zeichneten sich weitere Triem Team Mitglieder an diesen Abend durch Heldentaten aus als sie einen Schaffner gemeinsam vor einem betrunkenen und extrem gewalttätigen Schwarzfahrer retteten und diesen gemeinsam aus dem Zug "verwiesen".

Ich möchte in diesem LK - Bericht auch nicht verhehlen, dass es Differenzen zwischen dem Kurs und unserem Lehrer gab und dass es auch Zeiten gab in denen der ganze Kurs "etwas verärgert" war und den Chef fast schon zum Teufel wünschte. Zurückblickend würde ich aber sagen, dass es eine saugeile Zeit mit spaßigen Unterricht war. Das einzige Manko, das jedoch nicht nur an unserem Chef sondern auch an uns lag, denn wir sind teilweise schon ein "verraffter" Haufen ( z.B. Abgabe Buchbesprechung), waren die Noten. An seinem mangelnden Engagement lag das jedoch nicht denn R.F. war immer sehr engagiert und motiviert und hat auch immer versucht aus uns "das Letzte herauszukitzeln" und uns mit viel Herzblut optimal auf das Abitur vorzubereiten. Ich glaube auch nicht, dass er uns bewusst ärgern wollte und vermute, dass wohl auch den einen oder anderen von uns auch ganz sympathisch fand und fest ins Herz geschlossen hat. Ich denke weiterhin, dass die bessere Abiturvorbereitung auch einen Teil der Noten ausgleicht und alles in allem bin ich auch sehr froh in diesen Kurs gekommen zu sein. Wir waren meiner Meinung nach der beste LK - natürlich nicht in Bezug auf die Noten - sondern in Bezug auf den Zusammenhalt und die Lebensauffassungen. So verstand sich eigentlich jeder mit jedem und spätestens nach einem Bier waren sämtliche Vorbehalte abgebaut . Ich denke auch, dass wir alle sehr viel über soziales Verhalten und soziale Kompetenz gelernt haben (Wir waren ja auch dazu gezwungen) und dass uns der LK sehr viel auch für das weitere Leben gebracht hat. Hier sehe ich auch die besondere Leistung des Kurses und von unserem Chef. Solche sozialen Fähigkeiten im Umgang mit Menschen, und dass man "Ungerechtigkeiten" mit Ironie und Humor nehmen kann halte ich - auch wenn einige notengeile Leute aus unserer Stufe das Gegenteil behaupten werden - für wichtiger als Noten obwohl ich mir deren Bedeutung für die Zukunft voll und ganz bewusst bin. Aus all diesen Gründen bin ich sehr froh in diesen Kurs gekommen zu sein, der mit die geilste Gemeinschaft (Verdammt, wir sind schon ein Haufen, dem man nachtrauern wird.) ist, die ich kenne. Dafür nehme ich auch gerne die etwas schlechteren Noten in Kauf wenn ich dafür nur mit Leuten im Kurs bin, die nicht so notengeil sind und auch erkennen dass es im Leben wichtigere Dinge gibt. Deshalb hoffe ich und erwarte auch, dass das Triem Team 5,8 noch einige Aktionen in der Zukunft machen wird und schließe deshalb mit den Worten, die man auch als unsere Einstellung für die letzten zwei Jahre sehen kann:

Triem Team 5,8- Best LK 4-ever-
Rainer F is da chef-
Gepflegt und arrogant-
Wir scheißen auf die Noten und rocken das ganze Land!!!!

Christoph "Bernie" Beil
( Kurssprecher Englisch LK Felsmann 2000-2002)
( Triem Team 5,8)




© Christoph Beil, 2002